Die Grundzüge des Börsenhandels erklärt

Handeln an der Börse kannten wir lange Zeit nur aus Filmen wie „The Wolf of Wall Streets“. Die Etablierung des Internets ermöglicht den Börsenhandel heute nicht nur einzelnen Personen, sondern der breiten Masse. In Deutschland besitzen mittlerweile fast 10 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Vermögenswerte an der Börse. Schätzungen zufolge waren es 2019 9,7 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Die Corona-Pandemie hat zudem dazu geführt, dass weitere Kleinanleger den Schritt an die Börse gewagt haben. Zeit, einen Blick auf den Handel zu werfen.

Der Handel an der Börse: Wie funktioniert er?

Börsenhandel wurde lange Zeit mit dem Zocken im Casino assoziiert. Das ist jedoch nur eine Halbwahrheit. Spekulanten gibt es auch an der Börse. Statistiken zeigen jedoch, dass die meisten Privatanleger das eigene Geld an Handelsplätzen strategisch und sicher anlegen möchten. Beim Handel an der Börse können Sie nämlich in unterschiedliche Anlageklassen investieren. Während eine Investition in ETFs, Fonds, Anleihen und Aktien als relativ sicher gilt, handelt es sich bei CFDs (CFD steht für Differenzkontrakte), Optionen, Zertifikaten und Kryptowährungen um eher spekulative Anlagen.

Um an der Börse handeln zu können, benötigen Privatanleger einen Vermittler. Im Online-Trading ist dies in der Regel ein Broker oder eine Krypto Börse. Der Broker gewährt Zugang zu den Börsen der Welt und bietet hierfür alle Tools, die ein Trader benötigt. Sowohl Wissensangebote als auch umfangreiche Handelsplattformen werden von Brokern geboten. Kunden des Brokers zahlen für Trades im Gegenzug Transaktionsgebühren an den Broker.

Kurzfristig an der Börse handeln: Das sind Optionen

Um einen Trade zu eröffnen, müssen Anleger sich zunächst im Klaren darüber sein, welche Strategie durchgeführt werden soll. Viele Trader entscheiden sich für kurzfristige Trades, denn sie gelten als lukrativ und entfachen in uns eine Flamme. In kürzester Zeit Geld verdienen? Das klingt spannend! Mit CFDs und Optionen ist das möglich. Bei solch kurzfristigen Trades setzen Anleger auf das Fallen und Steigen von Kursen. Im Daytrading sind die beiden Anlageklassen sehr beliebt, um volatile Kurse auszunutzen. So gewinnversprechend die Anlage auch ist, die meisten Anleger generieren so keine Gewinne, sondern Verluste.

Langfristige Trades an der Börse: So gehen Sie vor

Die meisten Anleger setzen daher auf langfristige Trades. Hier werden Vermögenswerte wie Aktien über einen längeren Zeitraum im eigenen Depot gehalten. Man spricht hierbei auch von der Buy-And-Hold-Strategie. Ziel ist es, Kursschwankungen mitzunehmen und über einen längeren Zeitraum eine stabile Rendite zu erwirtschaften. Privatanleger möchten so von Dividendenausschüttungen profitieren oder aber auch für das Alter vorsorgen. Auch diese Strategie ist keine Garantie für Gewinne und die Renditen fallen oftmals geringer aus, als es bei kurzfristigen Trades der Fall sind. Das Risiko ist jedoch geringer.

Vor- und Nachteile des Börsenhandels auf dem Prüfstand

Vorteile des Börsenhandels können vielseitig sein. Zunächst bietet der Börsenhandel eine Chance, der Inflation zu entkommen. Durch Renditen können wir die Inflation ausgleichen und so aktiv dafür sorgen, dass das eigene Geld nicht weniger wert wird. Zudem sehen es Anleger als alternative Altersvorsorge zur gesetzlichen Rentenversicherung an. Eine Anlage in ETFs und Fonds ist hier besonders beliebt. Der Börsenhandel gilt zudem als barrierefrei. So können Anleger bereits mit geringen Kapitaleinsätzen hohe Gewinne erwirtschaften. Auch die Steuern sind nicht zu verachten. Kapitalgewinne werden mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent besteuert.

Das könnte als Negativpunkt gelten, ist aber eigentlich positiv, da die Steuer entgegen dem progressiven Einkommenssteuersatz gedeckelt ist. Nachteilig ist jedoch das Verlustrisiko. Eine Garantie für Gewinne gibt es an der Börse niemals. Mal gewinnt man, mal verliert man. Aus diesem Grund sollten Sie immer ein aktives Risikomanagement in Ihre Trades inkludieren, die eigenen Trades absichern und das eigene Portfolio diversifizieren. So verringert sich die Gefahr von hohen Verlusten. Auf null fällt sie jedoch niemals.